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<title>Crossover (Musik)</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Crossover (Musik)</span></h1>
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<p>Als <b>Crossover</b> (<a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">engl.</a> für ‚Überschneidung‘, ‚Kreuzung‘, ‚Überquerung‘) bezeichnet man die gleichzeitige Platzierung eines Musikstücks, das einem bestimmten <a href="Musikgenre" class="mw-redirect" title="Musikgenre">Musikgenre</a> zuzuordnen ist, in mindestens zwei, nach Musikgenres getrennten Hitparaden. Der Begriff wurde in den 1940er Jahren geprägt, als die Trennung von Hitparaden nach Musikstilen die Regel war. Als später Fusionen zwischen <a href="Rockmusik" title="Rockmusik">Rock</a> und anderen Genres entstanden und man nicht sicher war, wohin die Stücke einzuordnen waren, erhielt der Begriff eine leicht veränderte Bedeutung.
</p><p>Der Begriff „Crossover“, der sich zunächst auf Pop- und Rockmusik bezieht, wird später dann auch von der so genannten <a href="Ernste_Musik" class="mw-redirect" title="Ernste Musik">Ernsten Musik</a> übernommen und kann unterschiedliche Endergebnisse bringen, wenn <a href="Musik_der_Renaissance" title="Musik der Renaissance">Musik der Renaissance</a> in <a href="Jazz" title="Jazz">Jazz</a> überführt oder <a href="Barockmusik" title="Barockmusik">Barockmusik</a> mit <a href="Popmusik" title="Popmusik">Popmusik</a> gekreuzt wird.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ursprung">Ursprung</h2></div>
<p>Die Crossover-Geschichte beginnt mit der deutlichen Abgrenzung der Musikstile untereinander in den USA, insbesondere aber mit der Isolierung einer zunächst einheitlichen Hitparade in schwarze <a href="Rhythm_and_Blues" title="Rhythm and Blues">Rhythm-and-Blues</a>-, weiße <a href="Country-Musik" title="Country-Musik">Country</a>- und Pop-Charts im Jahre 1942 durch das <a href="Billboard_Charts" class="mw-redirect" title="Billboard Charts">Billboard-Magazin</a>. Zunächst verblieben die jeweiligen Genres auch in den zugehörigen Charts. Neben dieser eher technischen Unterteilung gab es aber auch eine Trennung der Musikkonsumenten, denn weiße Käufer bevorzugten „weiße“ Country- und Popmusik sowohl beim Kauf als auch bei der Auswahl der Radiostationen. In zunehmendem Maße wurde diese Trennung überwunden. Platten der <a href="Mills_Brothers" class="mw-redirect" title="Mills Brothers">Mills Brothers</a>, <a href="Ink_Spots" class="mw-redirect" title="Ink Spots">Ink Spots</a> oder <a href="Louis_Jordan" title="Louis Jordan">Louis Jordan</a>, eigentlich für den „schwarzen“ Konsum gedacht, wurden immer stärker auch von Weißen gehört und gekauft.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit waren sie praktisch schon zu Crossover-Interpreten geworden. Auch in den Hitparaden wurde dies nachvollzogen, als die Mills Brothers im Juli 1943 mit <i>Paper Doll</i> auch die Pop-Charts erreichten. Louis Jordan schaffte dies im Januar 1944 mit dem <i>Ration Blues</i>. Diese eher technischen Crossovers waren zunächst noch dadurch gekennzeichnet, dass sie in ihrer „Heimat-Hitparade“, den Rhythm-&amp;-Blues-Charts, besser platziert waren als in den Pop-Charts.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Diesen Trend nutzten dann <a href="Pat_Boone" title="Pat Boone">Pat Boone</a> und andere aus, als sie „schwarze“ Originalversionen <a href="Coverversion" title="Coverversion">coverten</a> und so für die Pop-Charts zugänglich machten. Pat Boone coverte im Juli 1955 <i>Ain’t That a Shame</i> (von <a href="Fats_Domino" title="Fats Domino">Fats Domino</a>), das es zum Platz 1 der Pop-Charts brachte, während Dominos Original im selben Monat lediglich die Nr. 10 erreichte. In der Folge griffen immer mehr weiße Interpreten auf „schwarze“ Originale zurück, bis Elvis Presley mit <i><a href="Hound_Dog" title="Hound Dog">Hound Dog</a></i> im August 1956 und über 3 Millionen verkaufter Platten den kommerziellen Höhepunkt der Crossovers erreichte; die Sängerin des Originals, <a href="Big_Mama_Thornton" title="Big Mama Thornton">Big Mama Thornton</a>, war hiermit nur in den R&amp;B-Charts erfolgreich. Damit hatte das Crossover eine neue Dimension angenommen: nicht mehr die Original-Interpreten schafften den Durchbruch in die anderen Charts, sondern erst Cover-Versionen. Diese Crossover-Entwicklung nahm in der Folgezeit so stark zu, dass <i>Billboard</i> zwischen November 1963 und Januar 1965 keine R&amp;B-Charts mehr veröffentlichte, weil die Anzahl der Crossovers so stark gestiegen war, dass R&amp;B- und Pop-Charts sich inhaltlich stark ähnelten.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffswandlung">Begriffswandlung</h2></div>
<p>Während der 1980er Jahre gab es eine weitere Entwicklung hin zur Verschmelzung verschiedener Genres. In der nordamerikanischen <a href="Hardcore_Punk" title="Hardcore Punk">Hardcore-Punk</a>-Szene suchte man nach neuen Ausdrucksformen, wobei aufgrund der engen Verwandtschaft vielfach <a href="Metal" title="Metal">Metal</a>-Elemente zum Einsatz kamen. Grundsätzlich wurde aber mehrheitlich die Öffnung des begrenzten Punk-Schemas gegenüber nahezu allen Bereichen populärer Musik angestrebt und stand damit lange Zeit als Synonym für künstlerische Freiheit.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die musikalischen Vorläufer dieses Bewusstseins waren schwer einzuordnende Bands, denen Etiketten wie <a href="Post-Punk" title="Post-Punk">Post-Punk</a> oder <a href="New_Wave" title="New Wave">New Wave</a> angehängt wurden. Unter Beibehaltung der Basisenergie des Punks der 1970er Jahre wurde daher auch verstärkt mit Stilrichtungen wie beispielsweise <a href="Country-Musik" title="Country-Musik">Country</a>, <a href="Jazz" title="Jazz">Jazz</a> oder Funk experimentiert, die vorher als unpassend betrachtet wurden. Auf diese Weise entstand eine breite Bewegung zunächst subkulturell orientierter <a href="Rockmusik" title="Rockmusik">Rockmusik</a>, die sich stetig weiter vom ursprünglichen Punk weg entwickelte.
</p><p>Bands wie beispielsweise die <a href="Minutemen_(Band)" title="Minutemen (Band)">Minutemen</a>, die <a href="Bad_Brains" title="Bad Brains">Bad Brains</a> oder <a href="Public_Image_Ltd." class="mw-redirect" title="Public Image Ltd.">Public Image Ltd.</a>, die mit Funk-, <a href="Reggae" title="Reggae">Reggae</a>- bzw. Jazz-Elementen arbeiteten, stießen insbesondere bei wertkonservativen Punks der ersten Generation auf offene Ablehnung. Nicht zuletzt aus Opposition gegen solchen <a href="Dogma" title="Dogma">Dogmatismus</a> versuchten sich progressivere <a href="Hardcore_Punk" title="Hardcore Punk">Hardcore</a>-Musiker ab Mitte der 80er auch äußerlich von den traditionellen Punks abzusetzen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie verwendeten bewusst „Codes“ der unter Punks oft verhassten <a href="Hippie" title="Hippie">Hippie</a>-Generation, ließen sich die Haare lang wachsen, trugen <a href="Flanellhemd" title="Flanellhemd">Flanellhemden</a> und zerrissene <a href="Jeans" title="Jeans">Jeans</a>. Dieses Outfit wurde in den frühen 1990ern durch den Welterfolg von <a href="Grunge" title="Grunge">Grunge</a>-Bands extrem populär.
</p><p>Die Bezeichnung als Crossover wurde dabei auf Bands angewandt, die eine Mischung aus Hardcore und <a href="Thrash_Metal" title="Thrash Metal">Thrash Metal</a> spielten,<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wie <a href="Dirty_Rotten_Imbeciles" title="Dirty Rotten Imbeciles">D.R.I.</a><sup id="cite_ref-sl6_8-0" class="reference"><a href="#cite_note-sl6-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-halupczok26f_9-0" class="reference"><a href="#cite_note-halupczok26f-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> mit ihrem <i>Crossover</i> betitelten Album, <a href="7_Seconds_(Band)" title="7 Seconds (Band)">7 Seconds</a><sup id="cite_ref-sl6_8-1" class="reference"><a href="#cite_note-sl6-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Suicidal_Tendencies" title="Suicidal Tendencies">Suicidal Tendencies</a><sup id="cite_ref-halupczok26f_9-1" class="reference"><a href="#cite_note-halupczok26f-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus den Vereinigten Staaten oder Black Uniforms,<sup id="cite_ref-sl27_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-sl27-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> TT Task<sup id="cite_ref-sl27_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-sl27-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-sl31_11-0" class="reference"><a href="#cite_note-sl31-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Disrespect<sup id="cite_ref-sl27_10-2" class="reference"><a href="#cite_note-sl27-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-sl31_11-1" class="reference"><a href="#cite_note-sl31-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus Schweden. Infolge dieser Vermischung traten auch Thrash-Metal- und Hardcore-Bands oft gemeinsam live auf.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weitere_Entwicklung">Weitere Entwicklung</h2></div>
<p>Das neu entstandene Bewusstsein fand Anfang der 1990er ein breites Publikum. Zusammen mit dem so genannten Grunge entstand eine neue Szene, die sich vom Punk absetzte. Darin nimmt der „Hardcore-Funk-Crossover“ eine Sonderstellung ein, der auch im <a href="Metal" title="Metal">Metal</a>-Lager viele Anhänger zählte und dort anfangs „<a href="Funk_Metal" title="Funk Metal">Funk Metal</a>“ genannt wurde. Bereits um die Mitte der 1980er entstand eine Reihe von Bands wie <a href="Living_Colour" title="Living Colour">Living Colour</a> oder die <a href="Beastie_Boys" title="Beastie Boys">Beastie Boys</a>, die erst mit dem immensen kommerziellen Erfolg von <a href="Faith_No_More" title="Faith No More">Faith No More</a> und den <a href="Red_Hot_Chili_Peppers" title="Red Hot Chili Peppers">Red Hot Chili Peppers</a> allmählich die Früchte ihrer Arbeit ernten konnten.
</p><p>In diesem Zusammenhang kam auch aus anderen Richtungen großes Interesse. Die als „New School“ bezeichnete zweite Generation des <a href="Hip-Hop" title="Hip-Hop">Hip-Hop</a> arbeitete gern mit <a href="Hard_Rock" title="Hard Rock">Hard-Rock</a>-Beats. Beispielsweise hatten <a href="Run_DMC" class="mw-redirect" title="Run DMC">Run DMC</a> bereits 1986 einen Hit mit dem <a href="Aerosmith" title="Aerosmith">Aerosmith</a>-Klassiker <i>Walk This Way</i>.<sup id="cite_ref-Roccor.82f_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-Roccor.82f-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sechs Jahre später absolvierten <a href="Public_Enemy" title="Public Enemy">Public Enemy</a> eine Tournee mit der Metal-Band <a href="Anthrax_(Band)" title="Anthrax (Band)">Anthrax</a>, die schon vorher Rap-Einlagen in ihre Musik einbrachten, und veröffentlichten zusammen die Single <i>Bring Tha Noize</i>.
</p><p>Bald wurde das Phänomen von der kommerziellen Musikindustrie vereinnahmt. So entstand beispielsweise der <a href="Soundtrack" title="Soundtrack">Soundtrack</a> zum Film <i><a href="Judgment_Night_%E2%80%93_Zum_T%C3%B6ten_verurteilt" title="Judgment Night – Zum Töten verurteilt">Judgment Night – Zum Töten verurteilt</a></i>, auf welchem Hip-Hop-Musiker mit Metal- und Alternative-Rock-Bands zusammenspielten. Der Erfolg des Albums ging weit über die Resonanz des eigentlichen Films hinaus.<sup id="cite_ref-Roccor.82f_14-1" class="reference"><a href="#cite_note-Roccor.82f-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Bezeichnung „Crossover“ etablierte sich vor dem Hintergrund einer zweiten Welle von Crossover-Bands, die vom Massenpublikum bereits nicht mehr mit Hardcore in Verbindung gebracht wurden, wie <a href="Clawfinger" title="Clawfinger">Clawfinger</a>,<sup id="cite_ref-halupczok26f_9-2" class="reference"><a href="#cite_note-halupczok26f-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Rage_Against_the_Machine" title="Rage Against the Machine">Rage Against the Machine</a><sup id="cite_ref-halupczok26f_9-3" class="reference"><a href="#cite_note-halupczok26f-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Body_Count_(Band)" title="Body Count (Band)">Body Count</a>.<sup id="cite_ref-halupczok26f_9-4" class="reference"><a href="#cite_note-halupczok26f-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen 1994 und 1998 war diese Art von Crossover der Trend schlechthin in der <a href="Alternative_(Musik)" title="Alternative (Musik)">Alternative</a>- und <a href="Metal_(Kultur)" title="Metal (Kultur)">Metal-Szene</a>. Bands wie Rage Against the Machine, Body Count oder <a href="Dog_Eat_Dog_(Band)" title="Dog Eat Dog (Band)">Dog Eat Dog</a> verkauften ihre Alben hunderttausendfach. Da die Bedeutung des Begriffs „Fusion“ bereits für Verschmelzung von Jazz und Rock stand und „Crossover“ sich für die Kennzeichnung dieser Bands eignete, setzte er sich in dieser Zeit vor allem im deutschen Sprachraum für den Stil derartiger Formationen durch. Dadurch entstand das bis heute häufig anzutreffende Missverständnis, Crossover sei mit einer Art „Rap-Metal“ gleichzusetzen, was aber lediglich die kommerziell erfolgreichste Crossover-Strömung des nordamerikanischen Hardcore darstellt.
</p>

<p>Allmählich benannte man dieses Phänomen mit der Wortschöpfung <a href="Nu_Metal" title="Nu Metal">Nu Metal</a>, unter der diese Musikströmung seit den späten 1990ern mit Bands wie <a href="Korn_(Band)" title="Korn (Band)">Korn</a>, <a href="Slipknot" title="Slipknot">Slipknot</a>, <a href="Limp_Bizkit" title="Limp Bizkit">Limp Bizkit</a> oder <a href="Linkin_Park" title="Linkin Park">Linkin Park</a> wieder verstärkt in Mode kam. Der Begriff Crossover wird teilweise viel weitgedehnter genutzt. Schließlich existieren ähnliche Erscheinungen wie z.&nbsp;B. <a href="Ska-Punk" title="Ska-Punk">Ska-Punk</a> oder <a href="Industrial_Metal" class="mw-redirect" title="Industrial Metal">Industrial Metal</a> und <a href="Industrial_Rock" title="Industrial Rock">Industrial Rock</a>, wo man ebenfalls auf das Prinzip der Kreuzung verschiedener Stile der Pop- und Rockmusik trifft. Auch musikalische Verschmelzungen, die über diese Definition hinausgehen, werden als Crossover bezeichnet, da es dafür als treffende Benennung geeignet ist. Insbesondere Bands wie <a href="Oomph!" title="Oomph!">Oomph!</a>, <a href="Die_Krupps" title="Die Krupps">Die Krupps</a>, <a href="Cubanate" title="Cubanate">Cubanate</a> oder <a href="Think_About_Mutation" title="Think About Mutation">Think About Mutation</a> vermengten zahlreiche elektronische Spielarten mit Rock und Metal und ließen sich infolgedessen nur schwer zuordnen.
</p><p>In Deutschland wurden erstmals die <a href="Freaky_Fukin_Weirdoz" title="Freaky Fukin Weirdoz">Freaky Fukin Weirdoz</a> als Crossoverband eingestuft. Gruppen wie <a href="Such_a_Surge" title="Such a Surge">Such a Surge</a>, die <a href="H-Blockx" title="H-Blockx">H-Blockx</a>, <a href="Thumb_(Band)" title="Thumb (Band)">Thumb</a> und <a href="Blackeyed_Blonde" title="Blackeyed Blonde">Blackeyed Blonde</a> waren wenig später auch auf kommerzieller Ebene erfolgreich. Auch in anderen europäischen Ländern gab es eine Reihe von Crossover-Formationen, wie z.&nbsp;B. <a href="Urban_Dance_Squad" title="Urban Dance Squad">Urban Dance Squad</a> in den <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlanden</a>, <a href="F.F.F." title="F.F.F.">F.F.F.</a> in Frankreich, <a href="Senser_(Band)" title="Senser (Band)">Senser</a> in <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritannien</a> oder Clawfinger in <a href="Schweden" title="Schweden">Schweden</a>.
</p><p>Heute werden nur noch wenige Bands explizit dem Crossover zugerechnet. Dies liegt zum einen daran, dass Crossover nie eine bestimmte Stilrichtung bezeichnete, sondern die Vermischung verschiedener Stilistiken meinte. Zum anderen gilt es heute fast als selbstverständlich, dass sich Bands von verschiedenen musikalischen Einflüssen inspirieren lassen. Nur noch in wenigen Musikrichtungen wird die Übernahme „verwässernder“ Elemente anderer Stilistiken abgelehnt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutende_Alben">Bedeutende Alben</h2></div>
<p>Das deutsche Magazin <a href="Visions" title="Visions">Visions</a> veröffentlichte im August 2018 eine Liste der 25 Crossover-Alben für die Ewigkeit. Während das Magazin die Alben chronologisch nach Erscheinung sortiert, ist die untere Aufstellung alphabetisch.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li><a href="24-7_Spyz" title="24-7 Spyz">24-7 Spyz</a> – <i>Gumbo Millenium</i></li>
<li><a href="Beastie_Boys" title="Beastie Boys">Beastie Boys</a> – <i><a href="Check_Your_Head" title="Check Your Head">Check Your Head</a></i></li>
<li><a href="Beck_(Musiker)" title="Beck (Musiker)">Beck</a> – <i><a href="Odelay" title="Odelay">Odelay</a></i></li>
<li><a href="Biohazard_(Band)" title="Biohazard (Band)">Biohazard</a> – <i>State of the World Adress</i></li>
<li><a href="Bloodhound_Gang" title="Bloodhound Gang">Bloodhound Gang</a> – <i><a href="One_Fierce_Beer_Coaster" title="One Fierce Beer Coaster">One Fierce Beer Coaster</a></i></li>
<li><a href="Body_Count_(Band)" title="Body Count (Band)">Body Count</a> – <i><a href="Body_Count_(Album)" title="Body Count (Album)">Body Count</a></i></li>
<li><a href="Dog_Eat_Dog_(Band)" title="Dog Eat Dog (Band)">Dog Eat Dog</a> – <i><a href="All_Boro_Kings" title="All Boro Kings">All Boro Kings</a></i></li>
<li><a href="Downset." title="Downset.">downset.</a> – <i>Downset</i></li>
<li><a href="Dub_War" title="Dub War">Dub War</a> – <i>Pain</i></li>
<li><a href="Faith_No_More" title="Faith No More">Faith No More</a> – <i><a href="The_Real_Thing_(Faith-No-More-Album)" title="The Real Thing (Faith-No-More-Album)">The Real Thing</a></i></li>
<li><a href="Fishbone_(Band)" title="Fishbone (Band)">Fishbone</a> – <i>Give a Monkey a Brain... and He´ll Swear He´s the Centre of the Universe</i></li>
<li><a href="Fun_Lovin%E2%80%99_Criminals" title="Fun Lovin’ Criminals">Fun Lovin’ Criminals</a> – <i>Come Find Yourself</i></li>
<li><a href="(hed)p.e." title="(hed)p.e.">(hed)p.e.</a> – <i>(hed)p.e.</i></li>
<li><a href="Living_Colour" title="Living Colour">Living Colour</a> – <i>Stain</i></li>
<li>Living Colour – <i>Vivid</i></li>
<li><a href="G._Love_%26_Special_Sauce" title="G. Love &amp; Special Sauce">G. Love &amp; Special Sauce</a> – <i>G. Love &amp; Special Sauce</i></li>
<li><a href="Rage_Against_the_Machine" title="Rage Against the Machine">Rage Against the Machine</a> – <i><a href="Rage_Against_the_Machine_(Album)" title="Rage Against the Machine (Album)">Rage Against the Machine</a></i></li>
<li>Rage Against the Machine – <i><a href="The_Battle_of_Los_Angeles" title="The Battle of Los Angeles">The Battle of Los Angeles</a></i></li>
<li><a href="Red_Hot_Chili_Peppers" title="Red Hot Chili Peppers">Red Hot Chili Peppers</a> – <i><a href="Mother%E2%80%99s_Milk_(Album)" title="Mother’s Milk (Album)">Mother’s Milk</a></i></li>
<li><a href="Senser_(Band)" title="Senser (Band)">Senser</a> – <i>Stacked Up</i></li>
<li><a href="Smokin%E2%80%99_Suckaz_wit_Logic" title="Smokin’ Suckaz wit Logic">Smokin’ Suckaz wit Logic</a> – <i>Playin´ Foolz</i></li>
<li><a href="Such_a_Surge" title="Such a Surge">Such a Surge</a> – <i>Under Pressure</i></li>
<li><a href="Suicidal_Tendencies" title="Suicidal Tendencies">Suicidal Tendencies</a> – <i><a href="Lights_%E2%80%A6_Camera_%E2%80%A6_Revolution!" class="mw-redirect" title="Lights … Camera … Revolution!">Lights … Camera … Revolution!</a></i></li>
<li><a href="Thumb_(Band)" title="Thumb (Band)">Thumb</a> – <i>Exposure</i></li>
<li><a href="Urban_Dance_Squad" title="Urban Dance Squad">Urban Dance Squad</a> – <i>Life´n Perspectivities of a Genuine Crossover</i></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160111080254/http://www.elixic.de/crossover/"><i>Crossover</i>.</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 11. Januar 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Genrelexikon auf elixic.de</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/alte-musik/stichwort-crossover-100.html">Crossover definiert und erklärt auf der Seite https://www.br-klassik.de</a>, abgerufen am 18. August 2022</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Shaw: <i>Dictionary of American Pop</i>. New York 1982; S. 99 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Shaw: <i>Dictionary of American Pop</i>. New York 1982; S. 100.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Arthur Shaw: <i>Dictionary of American Pop</i>. New York 1982; S. 101.</span>
</li>
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